Die Objekte des Konsumgütermarketings sind
direkt an den Konsument gerichtete Produkte und werden von diesen
Privathaushalten hauptsächlich direkt verbraucht. Damit befasst es
sich mit einer anderen Gütergruppe als das
Investitionsgütermarketing. Als Beispiele für Konsumgüter können
Lebensmittel oder WC-Artikel genannt werden, die aufgrund ihrer
Nutzungsdauer als kurzfristige Konsumgüter eingestuft werden. Es
existieren aber auch langfristige Konsumgüter wie zum Beispiel PKWs
oder Geschirrspüler. Beim Konsumgütermarketing fallen viele
Ausgaben für Werbung an, die im Vergleich zu den Gesamtausgaben des
Produzenten über den Durchschnitt liegen. Auch in die Markforschung
und Imagepflege muss viel investiert werden. Die Gründe dafür
liegen in den oftmals kürzeren Kaufentscheidungsprozess der Käufer
bei Konsumgüter als bei Investitionsgüter. Dagegen fallen die
Kosten für den Abschluss und der Aufrechterhaltung geringer aus.
Das Konsumgütermarketing richtet sich also vor allem an den
Konsument und muss deshalb zwischen den Gütern des täglichen
Bedarfs, Güter des gehobenen Bedarfs und Spezialgüter für den
Haushalt unterscheiden.
Konsumgütermarketing: Im Konsummarketing sind die Unterschiede groß
Es existieren aber noch weitere Unterschiede
zwischen dem Konsumgütermarketing und der Vermarktung anderer
Leistungen. Zu nennen wären dabei zum Beispiel die große Anzahl von
Abnehmer oder das die Kaufentscheidungen immer
Individualentscheidungen sind, die auch oftmals von Emotionen
geleitet werden. Aus den genannten Gründen ist ein wichtiger
Bestandteil des Konsumgütermarketings die Markforschung, damit das
Kaufverhalten und Bedürfnisse der vielen Kunden analysiert werden.
Daraus wird dann der Marketing-Mix abgeleitet. Die genutzten
Marketinginstrumente sind vor allem das Produkt, die Kommunikation
und der Preis. Aber auch die verschiedenen Wege der Distribution
zählen dazu. Auf dem Markt der Konsumgüter existieren viele Güter
die sich ähnlich sind und durch vorhandene Standards ist es dem
Kunden möglich die Produkte miteinander zu vergleichen. Deshalb
wird beim Konsumgütermarketing angestrebt einen Markenbegriff zu
prägen, damit die Wiedererkennung steigt. Wichtig ist dabei mit
Hilfe des Marketings ein Image für die Marke zu erzeugen mit dem
sich der Kunde identifiziert und das Produkt von der vorhanden
Konkurrenz hervorhebt.
Konsumgütermarketing: Beim Konsummarketing bestimmt der Preis das Produkt
Der Preis spielt bei der Vermarktung von Konsumgütern eine
wichtige Rolle. So wird oft mit gebrochenen Preise wie 4,95 €
gearbeitet in der Annahme der Kunde beachtet die 4 und nicht die
Nähe zur 5. Die Kunden von Konsumgütern reagieren sehr sensibel auf
Preiserhöhungen, da es genug Ausweichprodukte,
Substitutionsprodukte, gibt. Wie bereits anfangs aufgeführt
unterscheidet man zwischen Gebrauchs- oder Verbrauchsgüter. Welche
Güter das Unternehmen herstellt und vertreibt entscheidet über die
Produkt-, Kommunikations- und Preispolitik. Man unterscheidet
zwischen einer Massenmarktstrategie und einer Präferenzstrategie.
Bei der erst genannten Strategie werden eher niedrige Preise und
Standardprodukte entwickelt während die andere Strategie auf
Individualität der Produkte abzielt und damit höhere Preise
verbunden sind.
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